Die Situation ist ernst – und sie betrifft uns alle: Kinder lernen später oder gar nicht schwimmen, Vereine kämpfen um Wasserzeiten, Kommunen stehen vor der Schließung ihrer Bäder. Die bundesweite Kampagne „Retten wir die Bäder“ der Bäderallianz Deutschland macht genau darauf aufmerksam und fordert entschlossenes politisches Handeln. Auch unser ehemaliger LSN-Präsident, Wolfgang Hein, ist Teil der Bäderallianz und setzt sich bereits seit vielen Jahren für die Bäderlandschaft in Niedersachsen und bundesweit ein.

Ziel der Initiative ist es, die Öffentlichkeit und politische Entscheidungsträger:innen gleichermaßen zu erreichen und deutlich zu machen: Der Erhalt öffentlicher Schwimmbäder ist eine gesellschaftliche Aufgabe UND Voraussetzung für Sicherheit, Bildung und Sport.

Deutschlandweit sichtbar: Eine Kampagne geht bewusst in die Öffentlichkeit

Im Mittelpunkt steht eine groß angelegte Out-of-Home-Plakatkampagne, die bundesweit im öffentlichen Raum präsent ist. Anders als klassische Fachkommunikation arbeitet sie mit klaren, emotionalen Botschaften und Bildmotiven.

Die Kampagne zeigt, was auf dem Spiel steht:

  • Schwimmbäder als Orte, an denen Kinder schwimmen lernen,
  • als Trainingsstätten für Vereine,
  • als Räume für Gesundheit, Teilhabe und Gemeinschaft.

Forderung: Investitionen anstatt weiterem Substanzverlust

Die Bäderallianz fordert daher ein Bundesinvestitionsprogramm von mindestens einer Milliarde Euro, um:

  • Sanierungsstaus abzubauen,
  • Badschließungen zu verhindern,
  • Wasserflächen für Bildung und Vereine zu sichern,
  • moderne, nachhaltige Bäder zu entwickeln.

Unterstützt wird die Kampagne auch vom Außenwerbeunternehmen STRÖER, das umfangreiche mediale Reichweiten bereitstellt. 

Alarmierende Fakten: Warum die Situation so kritisch ist

Die Kampagne reagiert auf Entwicklungen, die seit Jahren auch in Niedersachsen und bundesweit spürbar sind:

  • Zwei Drittel aller Schwimmbäder in Deutschland sind sanierungsbedürftig.
  • Rund 25 % der Grundschulen haben keinen wohnortnahen Zugang mehr zu einem Bad. Schwimmunterricht kann oft nur mit langen Fahrzeiten stattfinden – wenn überhaupt.
  • 4.500 Schwimmprüfungen weniger wurden zuletzt innerhalb eines Jahres abgenommen.
  • Nur noch etwa 60 % der Zehnjährigen gelten als sichere Schwimmer:innen.
  • Kinder zählen weiterhin zur größten Risikogruppe bei Badeunfällen. Laut DLRG ertranken allein bis August eines Jahres 26 Kinder unter zehn Jahren.

So könnt ihr die Kampagne unterstützen

Die Kampagne richtet sich bewusst an die gesamte Gesellschaft. Denn der Erhalt der Bäderlandschaft ist keine Einzelaufgabe von Kommunen oder Vereinen: Er ist eine gemeinsame Verantwortung.

  • Informiert euch über die Kampagne.
  • Teilt die Inhalte und Videos über eure Netzwerke und Vereinskanäle.
  • Macht auf die Bedeutung eurer lokalen Wasserflächen aufmerksam – jede Stimme erhöht die Sichtbarkeit des Themas.


Links & Informationen:

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