Den zweiten DJM Wettkampftag in Berlin konnte Lasse Palle Phielipeit (2012) mit einem Finalsieg und einem neuen Landesjahrgangsrekord feiern. Über 200 m Rücken qualifizierte sich Lasse als Zeitplatzierter mit einer gleich um 2 Sekunden verbesserten neuen Zeit von 2:15,74 fürs Finale am Nachmittag. Zum Erstplatzierten der Vorläufe hatte er nur 13 Hundertstel Rückstand gehabt. Am Nachmittag ließ Lasse es dann krachen und obwohl auch Tom Bodusch aus Leipzig in 2:12,21 erneut Bestzeit schwamm musste er dieses Mal Lasse an sich vorbeiziehen lassen. Mit neuer Bestzeit von sagenhaften 2:11,36 holte Lasse sich die Goldmedaille ab. Ebenfalls konnte er den im Mai 2019, ebenfalls in Berlin, von Finn Wendland (2005) aufgestellten Landesjahrgangsrekord von 2:12,07 knacken und belohnte sich mit seinem Sieg gleich doppelt.

Herzlichen Glückwunsch an Lasse Palle Phielipeit!

Begonnen hatte dieser Finalnachmittag aber mit dem schnellsten Lauf über 800 m Freistil der Männer. Hier war Timo Wentland (2011 / SSG Braunschweig) zwar noch nicht dabei, da die schnellsten 8 Schwimmer nur aus den Jahrgängen 2008 und 2009 kamen, aber nach der Auswertung aller 800 m Schwimmer konnte sich Timo dann aber über die Silbermedaille in seinem Jahrgang freuen. Seine bisherige Bestzeit hatte er von 8:53,48 um tolle 17 Sekunden nach unten geschraubt und bereits nach 8:36,09 sein Rennen beendet.

Das erste Finale der Damen an diesem Mittwochnachmittag fand über 400 m Freistil mit gleich zwei niedersächsischen Schwimmerinnen statt, die beide in Bestzeitenlaune waren. Im Jahrgang 2010 war Tekla Kaminska (W98 Hannover) am Start. Mit ihrer neuen Vorlaufbestzeit von 4:30,02 hatte sie sich als Zweitschnellste ins Finale geschwommen. Keine Chance hatte sie gegen die schnellste Schwimmerin ihres Jahrganges, Zarina Selimovic war schon im Vorlauf fast 10 Sekunden schneller. Das blieb auch im Finale so. Der Sieg ging an Zarina aus Dortmund in 4:17,84, doch mit ihrer tollen neuen Bestzeit und super Durchhaltevermögen kam Tekla in 4:26,04 auf den zweiten Platz und zur verdienten Silbermedaille. Die Drittplatzierte von Wf Spandau war mit 4:26,72 dann knapp dahinter.  Die ein Jahr ältere Amelie Gutwinski von der SSG Braunschweig konnte sich in ihrem Finale vom Startplatz 7 mit 4:29,16 auf Platz 5 nach vorne schwimmen und beendete ihr Rennen ebenfalls mit neuer Bestzeit von 4:23,28.

Am Vormittag war Tjark Meiners (Polizei SV Oldenburg) neben den 200 m Lagen im Vorlauf schon auf den 800 m Freistil mit dabei und schwamm in 9:08,05 auf Platz 5. Am Nachmittag hieß es dann Finale über 200 m Lagen in seinem Jahrgang 2012. Im Vorlauf hatte Tjark mit 2:17,85 noch die schnellste Zeit ins Wasser gebracht. Im Finale reichte dann auch die neue Bestzeit von 2:16,28 leider nur zur Silbermedaille. Der Erstplatzierte Leonard Salan aus Berlin war in 2:13,73 dem Rest geradezu vorausgeflogen.

Im 200 m Lagenfinale von Ferdinand Resch (2010 / W98 Hannover) waren die Abstände zwischen den Medaillenplätzen nicht ganz so groß. 2:07,27, 2:08,53 und dann Ferdinand mit seiner neuen um zwei Sekunden verbesserten Zeit von 2:09,98 auf dem Bronzerang. Bereits im Vorlauf konnte Ferdinand sich um zwei Sekunden verbessern und von bisher 2:14,67 auf 2:12,28 als Fünfter fürs Finale qualifizieren. Hier trugen die guten Trainingsleistungen dann Früchte und er belohnte sich mit seiner zweiten Medaille bei dieser DJM.

Nach den Mittelstrecken stand mit den 50 m Schmetterling die zweite Sprintstrecke auf dem Plan. Mit Hanna Lemmermann und Alina Meyer hatten sich gleich zwei Niedersächsinnen für diese Finale qualifiziert. Beide jungen Damen konnten im Finale ihre Platzierung aus den Vorläufen verteidigen. Nach neuer Bestzeit im Vorlauf mit 0:28,53 konnte sich Hanna (2008 / Delmenhorster SV) im Finale nochmal steigern und schwamm mit 0:27,91 erneut Bestzeit. Bei der Siegerehrung gab es für diese tolle Leistung eine Silbermedaille für Hanna Lemmermann. Im Jahrgang 2010 waren die schnellsten Schwimmerinnen dieser 50 m Schmetterlingfinals am Start. Der Sieg ging hier in 0:26,74 nach Essen, Silber in 0:27,19 nach Schwedt und Bronze gab es gleich zweimal für Schwimmerinnen aus Chemnitz und Cannstatt in 0:27,99 und eigentlich nur einen Hauch später war dann Alina Meyer (W98 Hannover) mit ihrer neuen Bestzeit von 0:28,02 am Zielanschlag und es reichte trotzdem „nur“ für Platz 5 in diesem sehr schnellen Finale.

Neben Lasse Palle Phielipit im Finale über 200 m Rücken gab es auch bei den Damen zwei Finalistinnen. Im jüngsten Jahrgang 2012 hatte sich Amelie Sophie Buss vom SC Altwarmbüchen das Finalticket mit neuer Bestzeit von 2:27,60 erschwommen. Obwohl Amelie am Jahresanfang lange krankheitsbedingt wenig trainieren konnte hatte sie die letzten Wochen vor der DJM intensiv genutzt und konnte sich im Finale dann erneut steigern und ihr Rennen mit neuer Bestzeit von 2:26,74 auf Platz 8 beenden. Maya Grewe (2009) von der SSG Braunschweig war die zweite 200 m Rückenfinalistin und nutze ihre Chance auf eine neue Bestzeit ebenfalls. Nach Platz 5 im Vorlauf mit 0:27,35 war es dann eine 2:24,12 im Finale und leider nur der undankbare Platz 4.

Einmal Gold mit Landesjahrgangsrekord, viermal Silber und einmal Bronze waren eine gute Ausbeute für das LSN Team, mit insgesamt 9 Finalteilnahmen, an diesem zweiten Wettkampftag der DJM in Berlin.

Alle Ergebnisse findet ihr, wie gewohnt in der Übersicht.

Wir wünschen allen Sportlerinnen und Sportlern viel Erfolg und ganz viel Spaß, am dritten Tag im schnellen Wasser der SSE, in Berlin.

Fotos Volker Phielipeit-Spies